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INQA-Projekt fördert Sicherheit bei der Arbeit und gesunde Arbeitsbedingungen in Kleinunternehmen

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Hintergrund
AGnes bietet Kleinbetrieben Vorgehensweisen und Instrumente zur betriebspraktischen Umsetzung der BGV A2. Die neue BGV A2 "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" ist seit dem 1. Februar 2005 in Kraft. Gleichzeitig sind die Unfallverhütungsvorschriften "„Fachkräfte für Arbeitssicherheit" (BGV A6) und "Betriebsärzte" (BGV A7) außer Kraft getreten. Die rechtliche Grundlage der Betreuung bleibt weiterhin das Arbeitssicherheitsgesetz und das Arbeitsschutzgesetz.

Ein Betrieb mit bis zu 10 Beschäftigten muss die Anforderungen der Regelbetreuung erfüllen. Die Regelbetreuung für Kleinbetriebe besteht aus zwei Elementen: Grundbetreuungen und anlassbezogene Betreuungen. Der Unternehmer muss dafür Externe beauftragen, wenn er nicht über Mitarbeiter mit der entsprechenden Fachkunde verfügt.

Das Projekt AGnes schließt unmittelbar an drei Modellvorhaben aus dem Förderschwerpunkt 2005 des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen, gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und fachlich begleitet durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), an. In den drei Projekten amadeus, basik-net und GUSIK wurden modellhafte Lösungen für die Regelbetreuung von Kleinbetrieben entwickelt und erfolgreich in der betrieblichen Praxis erprobt. Rund 250 Kleinbetriebe waren als Praxispartner an den drei Projekten beteiligt.

Die drei Projekte haben sich nun zur Projektgemeinschaft AGnes zusammengeschlossen. Deren Ziel, praxiserprobte Handlungskonzepte zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung von kleinen Unternehmen flächendeckend zu verbreiten und deren nachhaltige Nutzung zu verstetigen, steht in unmittelbarem Zusammenhang zu den von INQA verfolgten Zielen. INQA möchte gesunde und gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten mit den wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen verbinden. AGnes setzt dies für Kleinunternehmen um. Ein enger Bezug besteht zu dem Thematischen Initiativkreis (TIK) „INQA-Mittelstand“. Die Kleinstbetriebe gehören zur Zielgruppe des TIK Mittelstand, jedoch fehlen auf diese Zielgruppe zugeschnittene Instrumente für gesunde und sichere Arbeit, die Akzeptanz bei Unternehmern in kleinen Betrieben finden.

Ziele und Vorgehen
Kleinunternehmen dabei zu unterstützen, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen und ein planvolles Handeln der Unternehmer zu unterstützen, das sind die Hauptziele des INQA-Projektes Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz – nachhaltig – einfach - sicher (AGnes).

Das Projekt AGnes unterstützt den TIK Mittelstand und schließt eine bestehende Lücke aufgrund fehlender Instrumente.

In Anbetracht der Vielzahl der Kleinbetriebe in Deutschland kann es nicht Hauptanliegen von AGnes sein, allen bei der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung zu helfen. Ziel ist es vielmehr, durch die Verbreitung bewährter Konzepte den erforderlichen Anschub dafür zu geben, dass ein entsprechender Prozess in Gang kommt, der sich dann weiter fortpflanzt. AGnes versteht sich als ein Anschubprojekt, welches kleinen Unternehmen und deren Verantwortlichen die notwendige Hilfe zur Selbsthilfe bietet.

Dabei geht es nicht allein darum, den Betrieben Wege aufzuzeigen, gesetzliche Vorschriften des Arbeits- und Gesundheitsschutzes einzuhalten. Vielmehr wird der Arbeitsschutz aus der „Vorschriftenecke“ herausgeholt und die Unternehmer werden dabei unterstützt, eigenverantwortlich für Gesundheit und Sicherheit in ihren Betrieben zu sorgen.

Zwischenergebnisse nach 12 Monaten
Die Ergebnisse der ersten zwölf Monate zeigen, dass AGnes auf einem guten Weg ist.

Das Projekt amadeus hat die Grundlagen für den Aufbau eines deutschlandweiten Netzwerkes von Betriebsärzten und Sicherheitsfachkräften gelegt. Die Multiplikatorenansprache bei ca. 750 Handwerksorganisationen hat im Juni begonnen und wird mit hoher Intensität fortgesetzt.

Im März 2010 konnte das amadeus-Team mit einem eigenen Messestand auf dem Betriebsärztetag in Osnabrück ihr Leistungsangebot präsentieren.

Interesse an einer Kooperation mit amadeus haben bisher die Kfz-Innungen in Karlsruhe, Heilbronn und Baden-Baden bekundet. Gespräche mit der Handwerkskammer Mannheim hinsichtlich Erweiterung des Dienstleistungsangebotes für insgesamt vier Branchen sind in Vorbereitung.

Das Projekt basik-net hat mit den Dachverbänden der Maler und Lackierer, der Gerüstbauer und der Dachdecker Kooperationsverträge geschlossen, um die bundesweite Ausbreitung von basik-net zu unterstützen.
Ziele und Inhalte des Projektes AGnes/basik-net wurden auf zahlreichen Veranstaltungen präsentiert. Schwerpunkte waren Innungsversammlungen der Projektpartner (Maler, Gerüstbau) und Frühjahrsveranstaltungen im Rahmen von INQA-Bauen und regionalen Netzwerken in Bayern und Baden-Württemberg.

Ein Höhepunkt war die Kooperation mit dem Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz, der anlässlich der Messe Farbe-Ausbau und Gestaltung 2010 im März verkündete, dass er die bundesweite Übertragung von basik-net im Rahmen eines Zusammenarbeitsvertrages unterstützt.

Im Mai 2010 erfolgte nach intensiver Vorarbeit der Fachexperten die feierliche Eröffnung des neuen Internetportals www.basiss-net.de. bei der Jahreshauptversammlung der Bundesinnung und des Bundesverbandes der Gerüstbauer Die Ergebnisse aus der Weiterentwicklung dieses Internetportals wurden auch für basik-net umgesetzt.

Das Projekt GUSIK hat neue Pools gebildet, zum Beispiel mit dem Tischler- und mit dem SHK-Handwerk. Für den Pool bei der Tischler-Innung Aachen konnten 13 Betriebe gewonnen werden. Für den Pool beim Fachverband Metall Hessen und für die beim Unternehmerverband Metallbau und Feinwerktechnik Baden-Württemberg neu gebildeten Pools laufen die Vorbereitungen. Beim Bildungsverbund Haustechnik Sachsen-Anhalt e.V. fanden nach einer Eröffnungsveranstaltung zur Poolbildung die ersten Betriebsbesuche durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (FASi) statt.

Die Handwerkskammer Karlsruhe hat das Thema „Arbeitsschutz“ auch in ihrer Öffentlichkeitsarbeit berücksichtigt, einen TV-Spot anlässlich einer Informationsveranstaltung zu GUSIK produziert, ausgestrahlt und auf ihrer Homepage hinterlegt. Hierdurch werden weitere Unternehmen auf diese Möglichkeit der arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung durch GUSIK aufmerksam werden.

Aktuelle Informationen zu AGnes und den drei Teilprojekten befinden sich auf der Homepage www.ag-nes.de und den Webseiten der Teilprojekte.

   
Beteiligte Projekte
Internetseite GUSIK
amadeus Startseite
Internetseite GUSIK
basik-net Startseite
Internetseite GUSIK
GUSIK Startseite
Handlungsanleitung amadeus
Flyer AGnes
Ansprechpartner für AGnes